LR berichtet über Klimadebatte im Verkehr – Lausitzer Lösung zeigt konkretes Einsparpotenzial
Die Diskussion über Klimaschutz im Verkehrssektor nimmt weiter an Fahrt auf. Wie die Lausitzer Rundschau aktuell berichtet, steht Deutschland weiterhin unter Druck, seine Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Umweltverbände erhöhen den politischen Druck, Programme und Maßnahmen werden diskutiert.
Parallel dazu entstehen jedoch auch konkrete Lösungen direkt aus der Praxis der Branche.
Ein Beispiel kommt aus Cottbus: der Negus Comfort Booster. Das System nutzt Strom aus den Kühlaggregaten von Trailer-Aufliegern – Energie, die bislang ungenutzt bleibt – und speist sie in die Batterie der Zugmaschine ein.
Der entscheidende Effekt zeigt sich während der Ruhezeiten der Fahrer:
Klimaanlage, Kühlschrank und Bordtechnik können weiterlaufen, ohne dass der Motor der Zugmaschine gestartet werden muss.
Die möglichen Einsparungen sind erheblich:
Mindestens 2.000 Liter Diesel pro Kühl-Lkw und Jahr lassen sich so vermeiden. Gleichzeitig sinken CO₂-Emissionen, Lärm und Vibrationen.
Die in der Lausitz entwickelte Lösung ist bereits patentangemeldet und grundsätzlich förderfähig über das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM).
Der Beitrag der Lausitzer Rundschau zeigt damit auch: Neben politischen Debatten entstehen konkrete Ansätze für mehr Klimaschutz im Verkehr häufig dort, wo die täglichen Probleme der Branche bekannt sind – direkt in der Praxis der Logistik.